SoftServe und EPAM legen kräftig zu

Die ukrainischen IT-Konzerne wachsen weiter – gleich zwei Firmen knackten ihre Mitarbeitergrenze von 7000 Mitarbeitern.

In der Ukraine gilt die IT-Branche als schneller und sicherer Weg nach oben. Die Arbeit in der IT-Branche ermöglicht den sozialen Aufstieg innerhalb weniger Jahre, denn die Gehälter sind mit den europäischen Gehältern und US-Löhnen vergleichbar. Dank einem lukrativen Steuersystem ist Netto fast gleich Brutto. Das lockt viele in IT-Berufe. Dazu kommen immer neue IT-Firmen, die nach neuem Personal suchen.

Das Portal DOU wertet im halbjährigen Turnus die Beschäftigungszahlen der 50 größten IT-Unternehmen des Landes aus. Aus dem Bericht geht hervor, dass gleich zwei ukrainische Firmen mehr als 7000 Mitarbeiter ausweisen können.

Auf dem ersten Platz blieb EPAM Systems mit 7500 Mitarbeitern, darunter 6700 technische Spezialisten. Fast 900 Neueinstellungen innerhalb 6 Monaten und 600 offene Stellen sorgten für eine weitere Expansion der US-Firma auf dem ukrainischen Arbeitsmarkt. Das börsennotierte Unternehmen (NYSE: EPAM) hat in der Ukraine gleich fünf R&D-Zentren in Kiew, Charkiw, Lemberg, Dnipro und Winnyzja.

Auf dem zweiten Platz landete der Lemberger IT-Gigant SoftServe mit 7082 Mitarbeitern, darunter 5780 technische Spezialisten. SoftServe wies 749 Neueinstellungen innerhalb von 6 Monaten aus und hat weitere 500 offene Stellen.

Die Marktdaten und Mitarbeiterzahlen sind beeindruckend. Auf der Webseite der Firma spricht man von über 7800 Mitarbeitern in 35 Büros die sich in 12 Ländern befinden.

TOP50 stieg weiter

Die Zahl der Beschäftigten in den TOP50 stieg innerhalb von 6 Monaten um 7,6% auf fast 63000 Mitarbeiter, darunter mehr als 50000 IT-Spezialisten. Gleich 17 IT-Firmen beschäftigen mehr als 1000 Mitarbeiter – diese Schallmauer durchbrachen unlängst weitere 3 Firmen (Sigma Software, EVO, Lohika).

Elf Firmen aus den TOP50 eröffneten weitere Niederlassungen. Dabei agieren die Ukrainer schon seit Jahren weltweit und melden weitere Standorte in Polen, Bulgarien, Armenien und in den USA.

Die Hauptstadt Kiew bleibt weiterhin die Hauptstadt der IT-Branche – 42 von 50 Firmen haben dort ihre Büros mit mehr als 23 Tausend Spezialisten. Die Stadt Lemberg sicherte den Vorsprung gegenüber Charkiw – fast die Hälfte aller Firmen (24) haben dort eine Niederlassung und beschäftigen insgesamt mehr als 8500 ITler.

Für den Einstieg in die TOP50 braucht man in der Ukraine mehr als 400 Mitarbeiter – auf dem Platz 50 landete die Kiewer Niederlassung des weißrussischen Spieleentwicklers Wargaming.net mit 415 Mitarbeitern.

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